Altstadt von Chania

Altstadt von Chania

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Die Altstadt von Chania verkörpert die lange Geschichte der Stadt. In den malerischen Gassen können die Besucher die Spuren jeder Zivilisation sehen, die sich hier in der Vergangenheit für eine gewisse Zeit niedergelassen hat.

Venezianische, osmanische und klassizistische Denkmäler und architektonische Elemente, alte Stadtviertel, historische Stätten und viel Lokalkolorit prägen die Altstadt von Chaniadie von manchen zu Recht als ?Venedig des Ostens?. Früher war sie von Mauern umgeben, von denen heute jedoch nur noch Teile erhalten sind. Die Altstadt erstreckt sich vom venezianischen Hafen landeinwärts und umfasst die Stadtteile Topanas, Splantzia, Kasteli, Santrivani und das jüdische Viertel. KasteliDie auf einem Hügel im Herzen der Altstadt gelegene Altstadt ist das älteste besiedelte Gebiet von Chania, da sie bereits seit der Jungsteinzeit bewohnt ist.

Splantzia, östlich von Kasteli gelegen, ist das alte Viertel der muslimischen Bevölkerung. Hier befand sich die zentrale Moschee der Stadt aus der Türkenzeit; sie war in der Kirche Agios Nikolaos untergebracht, die um 1320 als Kloster des Dominikanerordens errichtet wurde. Die türkischen Eroberer fügten ihr ein Minarett hinzu und verwandelten sie in eine Moschee (auf Türkisch, Hünkar Camisi(Kaiserliche Moschee). Auf dem Platz der Splantziakann man auch eine hohe Platane sehen (wo die Türken den Bischof erhängten). Melhisedek Despotakis) und die venezianische Kirche von St. Rocco?s (Agios Rokkos), der als Beschützer der Stadt gegen die Pest galt. Mit Blick auf das Meer liegen die venezianischen Werften (neoria) mit dem Großes Arsenal (Megalo Arsenali) sind von besonderem Interesse.

Moschee im alten venezianischen Hafen von Chania-Stadt

Ein Spaziergang durch die engen, malerischen Straßen von Splantzia zu den gepflasterten Gassen von TopanasIn dem christlichen Adelsviertel mit seiner beeindruckenden Architektur kann man venezianische Adelshäuser mit kunstvollen Fassaden und Gebäude der osmanischen Architektur mit charakteristischen Formen sehen. sachnisia (Plural von sachnisi= traditionelle Art von Erker). Im ebenso schönen jüdischen Viertel (Ovriaki sinikia) kann man das Kehal Hayyim Synagoge, die einzige in Chania erhaltene Synagoge, sowie das Archäologische Museum, das im Franziskanerkloster untergebracht ist. Kloster St. Franziskus (Agios Franghiskos). Die Häuser bedeutender jüdischer Familien befanden sich früher in Kondilaki Straße, die Hauptstraße des Bezirks.

Der Sintrivani-Platz (Platz des Brunnens) war schon immer ein Treffpunkt für die Einwohner von Chania. Er ist auch bekannt als Eleftheriou Venizelou Platz, weil hier der Premierminister Eleftherios Venizelos seine Reden zu halten pflegte. Auch heute noch ist der Platz ein Treffpunkt für Touristen und Einheimische. Die Altstadt von Chania, voll von verschiedenen Klängen und Farben, erscheint auf den Fotos aller Besucher. Die venezianischen und türkischen Denkmäler, die neoklassizistischen Gebäude, die engen Gassen mit ihren blumengeschmückten Balkonen, die traditionellen Messer- und kretischen Stiefelläden, die Promenade am venezianischen Hafen, die lebhaften Restaurants und Cafés - all das ergibt ein lebendiges Bild einer historischen Stadt, die an die Vergangenheit erinnert und die Gegenwart feiert.

 

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